Zai - 7. Buchstabe  des aramäischen Alphabets und zugleich Ziffer 7
Stiftung zum Erhalt und zur Förderung des aramäischen Kulturerbes

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Aktuelles

  1. Dokumentarfilmprojekt „Die Rückkehrer“ von Anja Reiß

    Studenten und Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg arbeiten momentan an einem Dokumentarfilmprojekt unter dem Titel "DIE RÜCKKEHRER". In diesem Dokumentarfilm soll es um die christlichen Aramäer gehen, die in die Türkei zurückkehren, um dort zu leben und ihre christlichen Kirchen wiederaufzubauen. Der Film wird vom März bis Mai 2011 in Deutschland und der Türkei gedreht. 
    Die Regisseurin des Films ist Anja Reiß (Deutscher Wirtschaftsfilmpreis - Trägerin 2009), Produzenten sind Leonid Godik und Márk Szilágyi, an der Kamera stehen Pedram Noutasch und Markus Nestroy und die Montage liegt in den Händen von Jann Anderegg.
     
    Die Stiftung zum Erhalt und zur Förderung des Aramäischen Kulturerbes unterstützt dieses Projekt ideell und finanziell.

  2. Stiftung beteiligt sich weiterhin an Aktivitäten zur Rettung von Mor Gabriel

    2010 stand auch im Zeichen der Bewahrung und des Schutzes des in seiner Existenz bedrohten 1600 Jahre alten Klosters Mor Gabriel im Tur Abdin. Die Stiftung hat sich hier weiterhin engagiert und zu allen Fraktionen im Bundestag Kontakt gehalten, um politische Unterstützung für Mor Gabriel zu mobilisieren.
    Ein Höhepunkt dieses Engagements war ein Gespräch am 01.12.2010 mit den Bundestagsabgeordneten Ingrid Fischbach und Dr. Maria Flachsbarth. Die aramäische Seite wurde durch den Bundesvorstand der FASD und die Stiftung zum Erhalt und zur Förderung des Aramäischen Kulturerbes vertreten.
    Die FASD war mit dem Bundesvorsitzenden Daniyel Demir und dem Generalsekretär Ohanes Altunkaya präsent. Frau Dr. Selva Can, Frank Seltmann und Hans-Horst Bethge repräsentierten die Stiftung zum Erhalt und zur Förderung des Aramäischen Kulturerbes, welche dieses Treffen initiiert hatte.

    Zentrale Themen des Treffens waren die aktuelle Situation rund um das Kloster Mor Gabriel, damit einhergehend der Rechtsstatus der Aramäer und die nicht gewährten Minderheitenrechte in der Türkei im Zusammenhang mit den EU-Beitrittsverhandlungen, wie auch die besorgniserregende Situation der Aramäer im Irak.

    Frau Fischbach und Frau Dr. Flachsbarth zeigten bei der Darlegung der aktuellen Situation um Mor Gabriel große Aufmerksamkeit und Empathie und erklärten ihre vollste Unterstützung. Beide werden sich verstärkt inner- und außerhalb der CDU/CSU-Fraktion für die Belange der in der Türkei lebenden Aramäer, insbesondere im Hinblick auf das Klosters Mor Gabriel, engagieren. 
    Zur Fortführung der Zusammenarbeit ist Anfang 2011 ein nächstes Treffen geplant.

    Am 29.09.2010 hat die Fraktion DIE LINKE im Bundestag eine Kleine Anfrage (Drucksache 17/3095) zur aktuellen Situation des Klosters Mor Gabriel gestellt, die von der Bundesregierung am 13.10.2010 (Drucksache 17/3320) beantwortet wurde.

  3. Neue aramäische Stiftung gegründet

    Am 20. März 2010 wurde in Bochum eine neue aramäische Stiftung gegründet, die Fundatio Nisibinensis – Stiftung für Aramäische Studien, die in den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft aufgenommen werden wird. Eine der 7 Gründer der Stiftung ist Frau Dr. Selva Can, die die Kompetenz der Stiftung zum Erhalt und zur Förderung des Aramäischen Kulturerbes in das Stiftungsgeschäft einbringt. Herr Simon Can wurde in den Vorstand der neuen Stiftung gewählt.

    Mit der Stiftung für Aramäische Studien werden die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen für ein Institut für Aramäische Studien geschaffen. Eine Institutsgründung, die auch seit ihrem Bestehen Ziel der Stiftung zum Erhalt und zur Förderung des Aramäischen Kulturerbes ist.
    An diesem Institut werden Forschungen über die Geschichte, Religion, Sprache, Literatur und Kultur der Aramäer angeregt. Die Forschungen selbst, die Publikationen, die kulturellen Veranstaltungen und die Bildungsaufgaben des Instituts werden zur Stärkung und Stabilisierung des Lebens der Aramäer in Deutschland beitragen.

    Pressemitteilung (PDF-Datei, 14 kb) >>

  4. Treffen Berliner Akademikern aramäischer Herkunft

    AkademikerEin Treffen von Berliner Akademikern aramäischer Herkunft fand am 15. Januar 2010, im Pestalozzi-Fröbel-Haus, in Berlin Schöneberg statt. Die Begegnung von jüngeren und älteren aramäischen Akademikern war auf Einladung der Syriac Universal Alliance (SUA/Weltverband der Aramäer) und der Stiftung zum Erhalt und zur Förderung des Aramäischen Kulturerbes zu Stande gekommen. Etwa ein Viertel der in Berlin lebenden aramäischen Akademiker nahm an der Veranstaltung teil.

    Johny Messo, der Präsident der Syriac Universal Alliance, erläuterte in einem Einführungsvortrag die Arbeit, Probleme und Vorhaben des Weltverbandes. Einen zweiten Vortrag hielt Frau Dr. Selva Can über die Arbeitsziele des SUA Komitees für den Erhalt und die Förderung des Aramäischen Kulturerbes. Herr Simon Can, der Koordinator dieses Komitees, der diesen Vortrag ursprünglich halten wollte, war kurzfristig erkrankt und konnte somit nicht an der Veranstaltung teilnehmen.
    In der anschließenden lebhaften Diskussion tauschten sich die Anwesenden über mögliche aramäische Initiativen in Berlin aus. Hier nur einige Stichworte dazu:

    • Dialog für gemeinsame nachhaltige Projekte für den Erhalt der aramäischen Sprache und Kultur
    • Forderung Aramäisch als anerkannte Minderheitensprache in Europa zu etablieren
    • Aufbau wissenschaftlicher Kapazitäten für Forschungsarbeiten an und mit der Aramäischen Sprache
    • Schaffung von Grundlagen für die Erarbeitung von Lehrmaterialien und für die Ausbildung von Lehrkräften
    • Einrichtung einer zweisprachigen deutsch-aramäischen Kita
    • Öffentlichkeit über die Bedrohung für das aramäische Kulturerbe informieren, u.a. Ausrichtung von Ausstellungen und Nutzung internationaler Veranstaltungen, z.B. Ben-Hur-Event (Sprache der Schauspieler ist Aramäisch), das 2009/2010 in verschiedenen europäischen Ländern gezeigt wird, vom 2. bis 4. September 2010 auch in Berlin
    • Erstellung und Herausgabe einer Broschüre „Aramäer in Berlin“
    • Einrichtung einer ständigen Gesprächsplattform für den Gedankenaustausch zwischen aramäischen Akademikern

    Ein weiteres Thema betraf die Frage des Vertrauens zwischen den aramäischen Akteuren in Berlin. Nach Meinung von Diskutanten sind hier noch einige Hürden zu überwinden und Barrieren einzureißen, um auf vertrauensvoller Basis gemeinsam agieren zu können.

  5. Die kleine Raupe Nimmersatt

    Die Stiftung unterstützte 2009 den Druck des Kinderbuches „Die kleine Raupe Nimmersatt“ von Eric Carle, das von Frau Havo-Eva Akyüz in deutscher und aramäischer Sprache publiziert wurde, mit 1.000,00 €. Damit wurde wieder ein Projekt realisiert, dass einen weiteren Schritt in Richtung der besseren bilingualen Erziehung unserer Kinder verkörpert. Für uns ist Sprache Träger von Kultur und Kulturerbe und gleichzeitig Vermittler zwischen den Kulturen. Die Stiftung würde sich sehr freuen, wenn diese Publikation neben der aramäischen Variante des „Kleinen Prinzen“ einen Baustein bilden könnte für zukünftige zweisprachige deutsch-aramäische Kindertagesstätten. Wir meinen, dies wäre ein wichtiger Weg zur Bewahrung unserer Sprache unter den nachwachsenden Generationen in der Diaspora. Projekte in dieser Richtung werden immer die Unterstützung der Stiftung finden.

    Das Buch ist momentan über die E-mail havomirko@yahoo.de bestellbar. Außerdem ist es im Shop Suryoyena (http://www.suryoyena.org/portal.php) und in Yauno (http://www.yauno.com/) erhältlich.

    Cover 'Die kleine Raupe'

  6. Buchpräsentation

    Die Stiftung zum Erhalt und zur Förderung des Aramäischen Kulturerbes hatte in Zusammenarbeit mit der Handschriftensammlung der Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, am Freitag, den 15. Mai 2009, zu einer exklusiven Präsentation einiger Hauptwerke aus der hervorragenden Sammlung der Orientabteilung eingeladen. An der Präsentation nahmen der Vorstand der Stiftung, Teilnehmer am Seminar für Aramäische Studien und Pfarrer der syrisch-orthodoxen Berliner Gemeinden teil.

    Gezeigt wurden z. B. ein Syrisches Evangeliar zu den Festen des Kirchenjahres aus dem Tur Abdin. Die einmalige Prachthandschrift ist mit reichem Buchschmuck ausgestattet. Die fünf voll verzierten Doppelseiten mit dem Inhaltsverzeichnis bilden ein hervorragendes Beispiel für die Buchkunst aus den syrischen Klöstern. Außerdem konnten wir einige sehr frühe syrische Handschriften sehen, so beispielsweise den Codex Meerman, der aus dem 5. Jahrhundert stammt und einige andere textgeschichtlich und historisch bedeutsame Manuskripte aus der Sammlung Sachau.

    Im Auftrage der Generaldirektion der Staatsbibliothek zu Berlin wurde diese Präsentation von der für die Sammlung zuständigen Mitarbeiterin, Frau Petra Figeac, durchgeführt.

    Handschriftenliste der Buchpräsentation am 15. Mai 2009

    Signatur

    Katalog

    Info

    Datierung

    Phillipps 1388

    Sachau 7

    eine der wichtigsten syrischen Handschriften;
    Biblisch
    Canones von Eusebius

    5. Jahrhundert
    eine der ältesten Handschriften. überhaupt!!!
    Estrangelo

    Sachau 304

    Sachau 14

    Liturgie; Evangeliar – Miniaturen

    13. Jh.

    Sachau 350

    Sachau 17

    Kirchliche Poesie aus dem Tur Abdin

    14. Jh.

    Petermann I 17

    Sachau 222

    Petermann;
    Grammatik

    18. Jh.